#Flipchartmalerei – Stiftkunde

Als Scrum Master kommt man immer in die Gelegenheit am Flipchart tätig zu werden. Meist folgt die Verlegenheit: Im Meetingraum liegen verschiedenste Stifte am Flipchart.

Ich kenne die Situation und habe mich damit ein wenig auseinander gesetzt, welche Stiftarten gibt es und wozu sind sie hilfreich.

Ich habe dazu einfach mal einen Blick in mein Sammelsurium an Flipchart-Stiften geworfen.

Am häufigsten wird man auf Stifte der Marken „Neuland“ und „edding“ stoßen. Weitere, weniger bekannte Marken, die mir aktuell zwischen die Finger gekommen sind: Legamaster (eine Marke von edding) und Stifte von Lyreco.

Zu beachten ist, dass es zwischen Flipchart-Stiften, Permanent Marker und Whiteboard-Stiften Unterschiede gibt, die man beachten sollte. Auf dem Flipchart werden alle 3 Stiftarten schreiben. Am geeignetsten sind natürlich die Flipchart-Stifte. Die Permanent Marker funktionieren ebenfalls gut. Von der Nutzung von Whiteboard-Stiften rate ich ab, denn sie leeren sich auf dem Papier sehr schnell.

Andersrum sind Flipchart-Stifte und Permanent Marker (wasserfest) nicht für das Whiteboard geeignet. Aber keine Panik, mit einem einfachen Trick kann man auch einen Permanent-Marker vom Whiteboard wieder wegbekommen: Einfach mit einem Whiteboard-Stift überschreiben (weitere Hilfsmittel [Link], eine Erklärung, warum es funktioniert: die-computermaler.de).

In diesem Blogartikel wird bewusst auf Links auf Online-Shops verzichtet. Es handelt sich hier nicht um Werbung, sondern um meine persönliche Erfahrung und Meinung.

Klassiker: Neuland

Aus meiner Sicht der Porsche unter den Flipchart-Stiften: die Stifte von der Firma Neuland.

So erkennt man sie einfach: zwei Einkerbungen in der Stift-Hülle für Daumen und Zeigefinger. Da die Stifte Keilspitzen haben, stellen diese Einkerbungen sicher, dass der Stift in der richtigen Position gehalten wird.

Neuland Stifte (v.l.n.r): No. One Outliner (orange-schwarz), No. One (blau-grün), BigOne (6 große Stifte)

Die wichtigsten Vertreter für die Flipchartmalerei sind:

  • Neuland No. One: Der normale Flipchart-Stift, erhältlich in verschiedenen Farben.
  • Neuland BigOne: Das sind die dicken, großen Flipchart-Stifte, erhältlich in verschiedenen Farben.
  • Neuland No. One Outliner: Gleiche Größe wie Neuland No. One. erhältlich nur als schwarzer Stift. Erkennbar, dass die Hülle aus orangen Plastik besteht. Dieser Stift enthält permanente Tinte, ist also wasser- und wischfest.

Die Kultmarke: edding

Ein „Edding“ ist im allgemeinen Sprachgebrauch ein wasserfester Stift. Bekannt durch die Herstellerfirma „edding“ (Analog „Tempo“ für Papiertaschentuch steht).

Die Firma edding stellt ein große Bandbreite an Filzstiften her. Jede Stiftart hat eine Nummer, die jedoch keiner durchgängigen Logik folgt (siehe edding.de).

So erkennt man sie einfach: es steht groß mit weißer Schrift auf roten Balken „edding“ drauf.

edding-Stifte (v.l.n.r): edding 383 (mehrere Farben), edding 330 (schwarz), edding 3000 (weißer Stift, schwarze Kappe), edding 800 (große Stifte)

Die wichtigsten Vertreter für die Flipchart-Malerei sind:

  • edding 383: Der normale Flipchart-Stift, erhältlich in verschiedenen Farben. Mit Keilspitze.
  • edding 330: Gleiche Größe wie edding 383. Dieser Stift enthält permanente Tinte, ist also wasser- und wischfest. Keilspitze. (Der Unterschied zu edding 3300 ist mir nicht bekannt)
  • edding 3000: Wie edding 3300, jedoch als Rundspitze. (Der Unterschied zu edding 300 ist mir nicht bekannt)
  • edding 800: Das sind dicke, große Permanent-Stifte. Dieser Stift enthält permanente Tinte, ist also wasser- und wischfest. Quadratische Spitze.
  • edding 388 (nicht abgebildet): Das sind dicke, große Flipchart-Stifte, erhältlich in verschiedenen Farben. Quadratische Spitze.

(Es gibt sicher noch andere Stifte, die für das Schreiben auf dem Flipchart geeignet sind. Das Angebot ist groß und für mich kaum überschaubar)

Der Vollständigkeit halber: weitere Marken

Es gibt noch andere Marken für Flipchart-Stifte.

Beispiele für andere Marken: Lyreco und Legamaster

Mir sind folgende Marken bekannt:

  • Der Bürolieferant „Lyreco“ hat eigene Flipchart-Stifte.
  • „Legamaster“ ist eine Untermarke von „edding“. Ich habe hier Stifte, die sowohl für Flipcharts und Whiteboard geeignet sind.
  • Stifte der Marke „STAEDTLER“ sind mir auch schon untergekommen.

Stiftspitzen: Keil- oder Rundspitze

Es gibt zwei wichtige verschiedene Arten von Stiftspitzen:

  • Rundspitze: „normale“ Filzstift-Spitze. Hat eine gleichmäßige Strichbreite
  • Keilspitze: „eckige“ Filzstift-Spitze. Die Stiftbreite variiert je nach Haltung und Strichrichtung

Die Keilspitze wird am besten für Schriften und Umrandungen verwendet. Richtig angewendet wird der Text markanter und erhöht somit die Lesbarkeit des Textes.

Rundspitzen eignen sich besonders für das Zeichnen von Symbolen, da der Rand immer eine gleiche Stärke besitzt. Texte lassen sich damit schneller schreiben (siehe Antworten auf meinen Twitter-Post), wirken aber, durch die dünnere Strichstärke, weniger wirkungsvoll.

Nicola Pridik zeigt den Unterschied in ihrem Blog auf npridik.de.

Wie die Stifte mit Keilspitze am besten gehalten werden beschreibt das Blog von Neuland.

Permanent Marker – wofür?

Wofür wird für das Schreiben auf Papier eigentlich ein Permanent Marker benötigt, der wasser- und wischfest ist (z.B. Neuland Outliner, edding permanent marker)?

Diese Striche können problemlos mit einem weiteren Stift übermalt werden, ohne dass der Strich verwischt wird. Das hält die Schrift weiter lesbar, der Rahmen wird nicht unschön verwischt und es verfärbt die Stiftspitze des übermalenden Stiftes nicht.

Permanente Stifte haben jedoch häufig das Problem, dass sie auf die unterliegende Fläche/Blatt durchfärben.

Sie haben gleichzeitig den Vorteil, dass die Farbe oft kräftiger ist als bei non-permanenten Stiften.

Leider kommen wasserfeste Stifte selten in der „freien Workshopraum-Wildbahn“ vor.

Diese riesigen Stifte – wofür?

Die dicken Stifte erzeugen einen sehr breiten Strich. Daher ist der Einsatz gut zu überdenken.

Hier ein paar Empfehlungen für den Einsatz:

  • schwarz: große Schrift (mindestens 2 Flipchart-Kästchen hoch) und dicke Rahmen
  • blau: große Schrift (mindestens 2 Flipchart-Kästchen hoch)
  • rot/grün: gut geeignet für die Markierung von wichtigen Punkten (rot-grün-Logik)
  • gelb: gut geeignet als „Textmarker“, um Texte hervorzuheben, die am besten mit einem permanenten Stift geschrieben wurden.
  • grau: für Schattenwurf von Rahmen und Zeichnungen („Schattenstift“)

Ich persönlich kann nicht mehr auf meinen grauen Neuland BigOne verzichten (anscheinend bietet nur Neuland einen großen grauen Stift an). Mit wenigen Strichen (als Schattenwurf) zaubert es gute, einfache 3D-Effekte.

Video: Schattengestaltung mit dem grauen „Schattenstift“

Im Übrigen: man kann auch mit den neonfarbigen Textmarkern interessante Schatteneffekte erzeugen.

Grundausstattung

Als Scrum Master trage ich in meiner Notebook-Tasche immer neben ein paar Post-Its einige Flipchart-Stifte und Whiteboard-Stifte mit mir rum, falls in einem Meetingraum zwar ein Flipchart steht, aber keine/zu wenige/ausgetrocknete Stifte vorhanden sind.

Flipchart-Stifte:

  • mindestens 1 Keilspitze und 1 Rundspitze
  • mindesten 2 verschiedene Farben (z.B. Schwarz und Rot), wenn möglich als Permanent Marker
  • den grauen Schattenstift

Zusätzlich habe ich 1 bis 2 Whiteboard-Stifte zur Hand.

Ein Kommentar zu „#Flipchartmalerei – Stiftkunde

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