Ein Einstieg in die Agilität-Podcasts

Photo by CoWomen on Unsplash

Seit kurzem habe ich angefangen Podcasts zum Thema Agilität zu hören. Lange habe ich es vor mir her geschoben. Wenn ich Unterhaltung auf die Ohren haben wollte, höre ich eigentlich Radio. Bin ich unterwegs, dann höre ich Musik.

Die Welt der Podcasts war für mich irgendwie nie fremd, sondern vertraut. Seit wenigen Jahren laufen professionelle Podcasts regelmäßig im Radio. Radiosendungen werden zu Podcasts.

Bei Twitter werden immer wieder neue Podcast-Formate zum Thema Agilität erarbeitet. Die ein oder andere Folge habe ich mir angehört. Im Internet Browser. Irgendwie umständlich, denn man musste vor dem Rechner sitzen und aktiv zuhören. Sitze ich jedoch vor dem Rechner, dann arbeite ich konzentriert und habe somit kein Ohr für informationslastige Podcasts.

Endlich habe ich einen für mich praktikablen Weg gefunden. Und es macht mir viel Freude.

Weiterlesen „Ein Einstieg in die Agilität-Podcasts“

Konferenzen für Scrum und Agilität in D-A-CH (Jahr 2020)

Wann findet wo eine Konferenz zum Thema Agilität und Scrum im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) statt? Hier findet ihr nun eine Übersicht für 2020.

(Link zur Liste von 2019)

Die Liste wird im Laufe des Jahres unregelmäßig erweitert. (Zuletzt aktualisiert: 15.11.2019. Updates per Twitter unter dem Hashtag #ListeAgileKonferenzen)

Weiterlesen „Konferenzen für Scrum und Agilität in D-A-CH (Jahr 2020)“

#Flipchartmalerei – Stiftkunde

Als Scrum Master kommt man immer in die Gelegenheit am Flipchart tätig zu werden. Meist folgt die Verlegenheit: Im Meetingraum liegen verschiedenste Stifte am Flipchart.

Ich kenne die Situation und habe mich damit ein wenig auseinander gesetzt, welche Stiftarten gibt es und wozu sind sie hilfreich.

Ich habe dazu einfach mal einen Blick in mein Sammelsurium an Flipchart-Stiften geworfen.

Weiterlesen „#Flipchartmalerei – Stiftkunde“

Product Backlog: Sortierung statt Priorisierung

Das Product Backlog ist eine geordnete Liste, keine priorisierte Liste. Das sagt der Scrum Guide:

Das Product Backlog ist eine geordnete Liste von allem, von dem bekannt ist, dass es im Produkt enthalten sein soll.

Scrum Guide, 2017, Abschnitt „Product Backlog“

Was ist jedoch der Unterschied zwischen Priorisierung und Sortierung?

Weiterlesen „Product Backlog: Sortierung statt Priorisierung“

Statistiken mit/über Scrum

Gerne unterlege ich meine Scrum-Schulung mit Statistiken, die aufzeigen, dass Scrum mehr als nur ein aktueller Hype ist. Die aufzeigen, dass die Arbeit mit Scrum erfolgreich bzw. erfolgreicher als klassisches Projektmanagement sein kann. Die aber auch aufzeigen, dass es noch andere agile Vorgehensweisen (Methoden, Rahmenwerke usw.) gibt.

Hier werden einige Statistiken und Studien aufgelistet.

Weiterlesen „Statistiken mit/über Scrum“

Wer legt eigentlich fest, wie lange eine Sprint dauert?

Denkblase, Glühlampe

Diese spannende Frage stellte Michael de la Maza auf Twitter. Spannend, weil der Scrum Guide dazu keine explizite Antwort liefert und trotzdem muss eine Entscheidung getroffen werden. Die Festlegung der Sprint-Länge ist eine längerfristige Entscheidung, denn die Sprint-Länge sollte über einen längeren Zeitraum gleich bleiben.

Das Ergebnis der Umfrage stimmt mich nachdenklich:

Quelle: https://twitter.com/hearthealthyscr/status/1171863203342536706
Weiterlesen „Wer legt eigentlich fest, wie lange eine Sprint dauert?“

Digitalisierung im Weiterbildungsseminar nutzen

Gestern und heute fand der dritte Durchgang meiner Schulung „Agile Methoden – Grundlagen“ statt. Ganz im Stile der Agilität werden die Teilnehmer nach jeder Schulung um ihr Feedback gebeten, wie sie die einzelnen Inhalte bewerten und was sie gerne verbessert haben wollen. Zusammen mit weiteren Ideen und Erfahrungen entsteht für die nächste Schulung ein überarbeitetes „Produkt Inkrement“.

Dieses Mal habe ich mit einer Kombination aus Liberating Structures und dem Feedback-Tool „Mentimeter“ im Kampf gegen das „Suppenkoma“ (die Zeit nach der Mittagspause) bzw. dem „Warten bis der Kaffee wirkt“ (am Morgen von Tag 2) experimentiert.

Weiterlesen „Digitalisierung im Weiterbildungsseminar nutzen“

Agilität: Starke Zitate aus „Nur die Agilen werden überleben“ (von Horst Wildemann, 2018)

Ich bin immer noch auf der Suche nach einer „griffigen“ Definition von „Agilität“. Ein Versuch über den Duden, Wikipedia bis zu scrum.org hatte ich bereits in einem separaten Blogbeitrag unternommen.

Nun ist mir ein interessanter Artikel von Horst Wildemann auf welt.de vom 12.6.2018 unter mein interessierten Leseaugen gekommen: „Nur die Agilen werden überleben“ (https://www.welt.de/wirtschaft/bilanz/article177398860/Unternehmensfuehrung-So-funktioniert-Agiles-Management.html). Beim Lesen sind mir einige sehr interessante Zitate aufgefallen, die ich hier gerne aufnehmen möchte.

Weiterlesen „Agilität: Starke Zitate aus „Nur die Agilen werden überleben“ (von Horst Wildemann, 2018)“

Kanban-Board – so wie es richtig sein sollte

Über die Verwendung eines Kanban-Boards im Scrum-Kontext muss sicher nicht mehr viel geschrieben werden. Obwohl Scrum die Kanban-Methode nicht vorgibt wird das Kanban-Board als Quasi-Standard für das Sprint-Backlog verwendet.

Ein paar Rahmen-Fakten: Wir sprechen hier vom „Kanban in der IT„, nicht vom „Kanban in der Produktion„. Das Kanban-Board besteht in der einfachsten Ausführung aus 3 Spalten: Todo/offen, in Arbeit/im Prozess, fertig/done. Es können auch mehr Spalten vorkommen.

Als gesetzt gilt, unabhängig von der Anzahl der Spalten, dass links mit der Spalte „Todo/offen“ begonnen wird. Und rechts die fertig bearbeiteten Arbeitskarten in die Spalte „fertig/done“ einsortiert werden.

klassisches Kanban-Board: 3 Spalten (Todo, In Arbeit, Fertig)

Und hier wird es interessant: Denn eigentlich wurde das Kanban-Board in die „westliche Welt“ falsch aus dem Japanischen übernommen.

Weiterlesen „Kanban-Board – so wie es richtig sein sollte“

1000 und 1 Link: Informationen (un)strukturiert sammeln mit TheBrain

Seit wenigen Monaten nutze ich Twitter und folge vielen großartigen Personen aus dem Agile-Scrum-Universum. Täglich werden dort interessante und hilfreiche Links zu unterschiedlichsten Quellen geteilt. Diese Links habe ich angefangen in meinem Browser zu sammeln und irgendwie in eine Lesezeichen-Ordnerhierarchie zu sortieren. Übersichtlich und wiederauffindbar wurde es nach wenigen Wochen allerdings nicht mehr.

Und dann bekam ich von einem Kollegen einen tolle Tipp: „Schau dir mal TheBrain an. Damit organisiere ich nun fast mein gesamtes Leben.“. Und das habe ich getan. Und bin davon sehr angetan.

Was ist TheBrain?

TheBrain ist eine Software, die Notizen (Texte, Dateien, Links) ähnlich einer Mindmap miteinander verknüpft. Das besondere daran: es entsteht keine hierarchische (Baum-)Struktur, sondern ein Netzwerk.

Weiterlesen „1000 und 1 Link: Informationen (un)strukturiert sammeln mit TheBrain“

Das Werte-Märchen von Ritter Sir Scrum

Eine einprägsame Geschichte zu den 5 Werten von Scrum.

Es war einmal ein edler Ritter. Sein Name war Sir Scrum.

Eines Tages nahm er seine Rüstung und seine Lanze und machte sich auf dem Weg nach Mordor, stets Saurons Auge im Blick. Als er aus seinem Dorf hinaus ging, mied er die Windmühlen, an denen sich sein Schwager Don Quijote vor einigen Jahren jämmerlich versuchte. Er blieb auf das Wichtigste fokussiert und ließ sich von Nebensächlichkeiten nicht ablenken.

(Scrum-Wert „Fokus“ [englisch: Focus])


Fokus/Focus
(Abbildung Copyright: CC BY-SA 4.0 Matthias Breuel matthiasbreuel.com 2019)
Weiterlesen „Das Werte-Märchen von Ritter Sir Scrum“

Kommentar: Scrum-Master-Zertifikat – Wertvoll oder Wertlos?

Immer wieder tauchen die Diskussionen über die Werthaltigkeit der Zertifikate zum Scrum Master auf. Egal ob CSM (Scrum Alliance) oder PSM (scrum.org).

Diese nervige (!) Diskussion nehme ich zum Anlass, das Thema umfassend zu analysieren und zu kommentieren.

Frage: Was zertifiziert dieses Zertifikat eigentlich?

Weiterlesen „Kommentar: Scrum-Master-Zertifikat – Wertvoll oder Wertlos?“

Merkel erklärt iteratives Vorgehen. Und das Bundeskanzleramt arbeitet mit Scrum

Es ging ein Rauschen durch die Agile-Welt. Unsere Bundeskanzlerin erklärt am 21.11.2018 bei der Generaldebatte im Bundestag das agile, iterative Vorgehen am Beispiel des geplanten Bürgerportals.

(Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=HyyOfoVw_X8 (Minute 7:39 bis 9:18)

Weiterlesen „Merkel erklärt iteratives Vorgehen. Und das Bundeskanzleramt arbeitet mit Scrum“

Scrum und seine Alternativen – eine Auflistung

Wow. Auf huffingtonpost.de erschien im März 2017 ein Artikel, der meinte, dass es wohl mehr als 70 bekannte Methoden im Agile-Kosmos gibt. Die Zahl stammt wohl aus dem Artikel vom Forbes-Magazin. Sind wir mal ehrlich, wer hätte gedacht, dass es so viele sind? Zählen wir doch mal nach: Scrum, Kanban…. zwei… Extreme Programming … DevOps. Vier. Das Spotify-Modell  ist auch bekannt, wenn es um große Teams bzw. ganze Organisationen geht. SaFE und LeSS kann man im gleichen Atemzuge nennen. Management 3.0 ist in aller Munde. Sind wir bei acht. (Fragender Blick) (Suchend umherschau)

Weiterlesen „Scrum und seine Alternativen – eine Auflistung“

SCRUM oder Scrum, das ist hier die Frage

Beide Schreibweisen findet man heute in der Literatur und da „draußen im Internet“.

Wenn es SCRUM (mit Großbuchstaben) heißt, ist es dann eine Abkürzung (also S.C.R.U.M.)? Für welche Worte? Sucht man bei Google nach „Scrum Abkürzung“ dann springt das erste Suchergebnis von Boris Gloger direkt ins Auge.

scrum-google-boris-gloger
Suchergebnis 1 auf https://www.google.com/search?q=scrum+abkürzung

Weiterlesen „SCRUM oder Scrum, das ist hier die Frage“

Aufwandsschätzung: Poker Planning mit schicken Pokerkarten

Druckvorlage | Bedeutung der Karten | Druckerei-Erfahrungen/Empfehlungen

Seit wir im Projekt nach dem Scrum-Rahmenwerk arbeiten, seitdem schätzt unser Dev-Team die Aufwände mit Story Points.

Karten-Deck:

Dazu haben wir die bunten Pokerkarten von redbooth einfach auf dickes Papier ausgedruckt und ausgeschnitten. Die Karten sind wirklich super. Schön bunt mit jeweils einem passenden Motiv:

  • 1 – Low hanging fruit (Tief hängende Früchte.)
  • 2 – Piece of cake (wörtlich: ein Stück Kuchen. übertragen: ein Kinderspiel, ein Klacks, Pillepalle. siehe Wiktionary)
  • 3 – It Ain’t Rocket Science (Das ist keine Raketenwissenschaft)
  • 5 – Ornitorinco (Schnabeltier). (Reimt sich auf das spanische „Cinco“ (deutsch: fünf))
  • 8 – An arm and a leg (wörtlich: Kostet ein Arm und ein Bein. übertragen: sehr kostenspielig. Siehe dict.cc)
  • 13 – Just squeaking by (übertragen: gerade so noch davon kommen. Siehe reverso.net)
  • 20 – Don’t put all your eggs in one basket (übertragen: nicht alles auf einmal)
  • 40 – (nutzen wir nicht)
  • 100 – Monster task (Monster-Aufgabe)
  • Unendlich- When pigs fly (Wenn Schweine fliegen könnten…)
  • Fragezeichen – Here be dragons (übertragen: Unbekanntes Land. Siehe Wikipedia. Abschätzung nicht möglich)
  • Tischtenniskelle – Eine Pause wird benötigt
  • Brownie. (nutzen wir nicht)
  • Yak shaving. (nutzen wir nicht)

Nach über 2 Jahren wöchentlicher Nutzung der Karten sahen sie nun nicht mehr schön aus. Es war Zeit, dass wir uns die Karten professionell drucken lassen.

Weiterlesen „Aufwandsschätzung: Poker Planning mit schicken Pokerkarten“